SPD Oestrich-Winkel

150 Jahre SPD - 30 Jahre Ortsgespräch

Über 100 Gäste konnte die Oestrich-Winkeler SPD bei ihrer 150-Jahrfeier im Mittelheimer Hotel Ruthmann am 23. Februar 2013 begrüßen.

Mit einem Sektempfang wurde der Nachmittag eingeläutet. Neben vielen Bürgerinnen und Bürgern freute sich die SPD Oestrich-Winkel über den Besuch von Burkhard Albers (Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises), Michael Ebling (Oberbürgermeister der Stadt Mainz), Hans Eichel (Hessischer Ministerpräsident und Bundesfinanzminister a.D.) und Walter Hell (Historiker).

Der ehemalige Ministerpräsident Hans Eichel ging in seiner temperamentvollen und glasklaren Rede auf die lange Geschichte der Partei, aber auch aktuelle Themen ein. Dabei stellte er die historischen Verdienste der Partei, wie zum Beispiel das Eintreten für ein
Frauenwahlrecht, besonders heraus. Ein lang anhaltender Applaus folgte der 45-minütigen Rede des Ehrengastes, bevor der renommierte Rheingauer Historiker Walter Hell zur Geschichte der Sozialdemokratie in Oestrich-Winkel und Dem Rheingau Anfang des 20. Jahrhunderts referierte.

Zuvor hatte bereits Bürgermeisterkandidat Werner Fladung seine Grüße an die Gäste gerichtet: „Als Ferdinand Lasalle 1863 den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein gründete, hätte er sicher nicht gedacht, dass wir heute, im Jahr 2013, nach dieser langen Zeit, lmit Stolz auf dieses Datum blicken“, Sagte Fladung und erinnerte an die Aufrechten SPD-Abgeordneten, die 1933 als einzige im Reichstag gegen Hitlers Ermächtigungsgesetz stimmten – und teilweise mit ihrem Leben bezahlten.

Burkhard Albers verwies darauf, dass es zwar den Banken und der Wirtschaft wieder gut gehe, aber das Thema soziale Gerechtigkeit nach wie vor zentral sei. Denn diejenigen, die Arbeit haben, können zu einem großen Teil vom Lohn dieser Arbeit nicht leben. Als Partei, die den sozialen Aufstieg garantiert, werde die SPD auch noch die nächsten 150 Jahre
gebraucht.

Den Abschluss bildete der Mainzer SPD-Oberbürgermeister Michael Ebling. Anhand von praktischen Beispielen erläuterte er kurzweilig, wie wichtig der SPD als Volkspartei schon immer die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gewesen sei.

Nach Abschluss des Rahmenprogramms gab es einen reichhaltigen Vesperteller für alle Gäste. Und auch die von Udo Lutz und Kurt Lippert zusammengestellte Ausstellung mit allerlei historischem Material aus der Geschichte der Oestrich-Winkeler und Bundes-SPD lud zum Verweilen ein.